Bürger- und Planungswerkstatt Merkendorf

Unter dem Motto 'gemeinsam eine Lösung für unseren Marktplatz' fand an fünf Tagen im Februar und März 2016 im mittelfränkischen Merkendorf im Landkreis Ansbach eine Bürger- und Planungswerkstatt statt.

Zunächst wurden bei einer Informations- und Auftaktveranstaltung mit allen interessierten Bürgern die Chancen und Themen einer kombinierten und lösungsoffenen Bürger- und Planungswerkstatt für die Zukunft des Marktplatzes vorgestellt und erörtert.

Zwei Wochen später beteiligten sich etwa 30 – 40 interessierte Bürger und drei Planungsbüros aus Schnaittach, Erlangen und Dresden an den drei Werkstatttagen in Merkendorf.
Bei einem gemeinsamen Stadtspaziergang am ersten Tag konnten die Bürger den Planern ausgiebig erläutern, was ihnen an ihrem Marktplatz am Herzen liegt und was sie gerne verändern möchten.

Mit diesen Informationen und Eindrücken konnte anschließend die Werkstattphase beginnen mit den Fragestellungen: 'Wie soll der Marktplatz künftig genutzt werden?' und 'Was soll bei einer Umgestaltung beachtet werden?' Die Bürger nutzten die verbleibenden 2 ½ Tage engagiert die Möglichkeiten, in der moderierten, gemeinsamen Diskussion die Problemstellungen immer wieder herauszuschälen und die Potenziale im Bestand und in möglichen Veränderungen zu eröffnen. Es wurden Ziele und Bewertungskriterien zu einzelnen Themenfeldern (Nutzung, Ausstattung, Verkehr) aufgestellt und dazu Ideen und konkrete Maßnahmen gesammelt. Zudem wurden die Vor- und Nachteile einer Verlegung des Kriegerdenkmals raus aus der Mitte des Marktplatzes erörtert und auch die in diesem Zusammenhang auftauchenden Fragen nach einen angemessenen, zeitgerechten Umgang mit den Themen zum Gedenken.

Das Moderationsteam sammelte alle Nennungen und Beiträge, formulierte und sortierte diese und führte sie in griffige Aufgabenstellungen für die Planungsteams zusammen. Daraus und aus den Gesprächen und Diskussionen mit den Bürgern in großen und kleinen Gruppen, konnten die Planer wesentliche Grundlagen und Impulse ableiten und - unter den Augen der Bürger – beginnen, in Skizzen, Plänen und Zeichnungen konkrete Ideen für den Marktplatz und den Umgang mit den Gedenken zu entwickeln. In zahlreichen Varianten und insgesamt drei Vorstellungen vor den Bürgern mit intensiven Diskussionen und Rückmeldungen reiften diese Ideen zu ersten Konzepten für die Zukunft des Marktplatzes in Merkendorf.

Im Anschluss an die drei Werkstatttage hatten die Planungsbüros zwei Wochen Zeit, um diese Ideen weiter zu entwickeln zu differenzierten Planungen. In einer Abschlussveranstaltung präsentierten und erläuterten die Teams ihre Arbeiten. Die wiederum zahlreich anwesenden Bürger nutzten die Möglichkeit zu neuen Rückfragen und Diskussion über die Umsetzung der gesteckten Ziele und Kriterien in den vorgestellten Plänen.

In der anschließenden moderierten Jury-Sitzung mit Vertretern des Stadtrates, der Verwaltung, der Bürger und externen Planern, konnte dem Stadtrat einstimmig die Beauftragung des Büros Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden empfohlen werden.